Namensweihe

Häh? Hab ich mich gefragt, als mein Bruder mich zur Namensweihe eingeladen hatte und mich als Patentante für seinen Sohn auserkoren hat. Ich muss sagen, ich bin nicht getauft und war bisher nur bei einer Taufe. Was ist also eine Namensweihe? Am letzten Wochenende war ich bei diesen Feierlichkeiten und bin jetzt definitiv schlauer. Und das schlaue Wikipedia hat es auf den Punkt getroffen:

Die Namensweihe ist eine nicht religiös gebundene, weltliche Begrüßungsfeier eines neugeborenen Kindes. Mit dem Fest soll das Kind feierlich in die Familie und den Kreis der Freunde aufgenommen werden und ihm meist auch Paten zur Seite gestellt werden.

Ich finde das eine klasse Idee. Man kann es also mit einer freien Trauung vergleichen.

Wer sich also eine Taufe wünscht, aber keiner Konfession angehört oder dem Kind die Entscheidung über die Religions- und Kirchenzugehörigkeit nicht vorwegnehmen mag, für den wäre so eine Namensweihe/freie Taufe eine großartige Idee.

Die Namensweihe für meinen Neffen fand in einem schönen Schloss in der Nähe von Dresden statt. Der kleine Saal hatte eine Spielecke, damit sich die Kinder, die anwesend waren (in unserem Fall 11), während der Weihe beschäftigen konnten. Die Rednerin hat eine wirklich rührende Geschichte erzählt und auch über die Herkunft der Namen der 2 Patenkinder gesprochen. Zwischendurch wurde die freie Taufe durch Musik untermalt. Sie hat auch erzählt, welche Aufgaben die Paten nun haben. Zum Beispiel ein gutes Vorbild zu sein, viel gemeinsame Zeit mit dem Patenkind zu verbringen und ihm wichtige Werte mitzugeben. Am Ende durften die Paten noch den Patenbrief unterschreiben. (Wie auch bei der christlichen Taufe hat auch die Benennung der Paten bei einer Namensweihe keine zivilrechtliche Wirkung.)

Es war wirklich ein so schöner Sommertag, den wir noch mit viel Spielen und Grillen im Garten beendet haben. Und da ich nur mit dem 3-jährigen Rabauke angereist bin (siehe meine Geschichte übers Autofahren), war es auch echt entspannt und ich bin nicht dauernd irgendwem hinterhergerannt. Oder musste Windeln wechseln oder jemanden in den Schlaf schaukeln oder tausendmal umziehen oder ihm Schnecken oder Steine aus dem Mund pulen. Ja, ich muss sagen, plötzlich scheint mir der große Rabauke schon sehr viel größer und „vernünftiger“. Und wir haben unsere Zweisamkeit soooo genossen. Er hat mich ja sonst nur noch im Doppelpack.

Mein Fazit: eine wirklich schöne und zwanglose Feier für die gesamte Familie und alle engen Freunde. Es ist mir eine große Ehre, nun Patentante zu sein. Patentante Catha – klingt doch hervorragend.

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